Archiv für das Tag 'prävention'

Unendlich viele Stände, von der Möglichkeit der Blutdruckmessung bis zu der Krankenkasse, waren am 22. + 23. November im Bonner Bundestag zum 2. Europäischen Präventionstag versammelt. Hochinteressante Vorträge wurden von Ärzten, Professoren bzw. Trainern von morgens bis abends dem Besucher angeboten. Frauenmedizin, Männermedizin, Wie gesund ist der Wein, Vermeidung vom Herzinfakt sind nur einige der zahllosen Themen, die den Besucher anregen, aufrütteln, informieren und motivieren sollten. Motivieren dazu, über den eigenen Körper, Ess- und Lebensgewohnheiten, Schwächen nachzudenken und präventiv vorzubeugen.

Am imposantesten war ein ca. 5-10 m langer und riesiger begehbarer Plastikdarm. Alle 2 m wurden Veränderungen der Darmwand gezeigt, je nach Krankheitsbild. Erschreckend waren die markant gezeigten Veränderungen der Darmwand beim Krebs. Gross dargestellte Polypen zeigten ein Frühstadium, bei dem Darmkrebs noch zu vermeiden wäre. Allerdings nur bei rechtzeitiger Darmspiegelung bzw. einer sehr innovativen CT-gestützten „virtuellen Koloskopie“, die sehr genau und fein arbeiten soll. Anwesende Ärzte beklagten, dass immer noch neben dem Herzinfakt der Darmkrebs jedes Jahr Todesursache Nummer 2 in Deutschland ist. Und das nur, weil es noch ein Tabuthema ist bzw. Angst vor der Untersuchung besteht?

Auch wenn der Präventionstag leider nicht gut beworben wurde und so kaum Besucher anwesend waren, ein Leben wurde an dem Tag gerettet! Meine Begleitung hatte bei einer zufälligen, lustigen Blutdruckmessung netter, junger Ärzte an einem Stand einen Wert von 240/ 120!!! Der Tag endete in der Notaufnahme eines nächsten Krankenhauses!

Alles ist gut gegangen…das Leben ist schön und voller Veränderungen.

Auch wenn Ärzte im Durchschnitt pro Patient für ein Beratungsgespräch weniger Zeit haben, ist die Gesundheitsversorgung hier in Deutschland gut. Nicht jedes Weh-Wehchen ist beratungs-notwendig oder kann schnell abgehandelt werden.

Die Wartezimmer füllen sich! Und zwar immer mehr mit Patienten, die Symtome von Burn-Out, Borderline, Neurostress, Erschöpfungszustand bzw. Krebs aufweisen. Alles „Krankheiten“, die das Leben angreifen. Erschreckend ist eine Studie, erschienen im britischen Fachblatt der Medizin „The Lancet„, welches schreibt, wenn man in Deutschland 50 Jahre alt ist, mensch ab dann im Durschnitt nur noch 13.5 Jahre beschwerdefrei lebt! Ach du Schande… die Dänen haben es besser, bei ihnen sind es noch 24 Jahre danach.

Prävention und Aufklärung über Risiken, bewusste Ernährung, Sport etc. unterstützen, um die 13,5 Jahre zu erhöhen, und das möglichst noch weit vor 50.

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