Archiv für das Tag 'Marokko'

maya

Malika Oufkir !!!

19,5 Jahre waren 6 Kinder und 3 Frauen in Marokko unter Hausarrest gestellt, im unwürdigen Kerker in der Sahara und wieder unter Hausarrest hinter hohen Mauern! Angeordnet und ohne Gnade durchgeführt vom damaligen König Hassan II. Eingesperrt, von der Welt vergessen und ignoriert, während wir liebten, lebten, assen. Vor unseren Augen wurden die Menschenrechte mal wieder zerstückelt…

Es gab selten ein Buch welches mich dermassen aufwühlte, wütend und hilflos macht, wie die Lebens-Geschichte von Malika Oufkir in „Stolen Lives“. Nach ihrer Rückkehr in die „Freiheit“, für immer gezeichnet von diesem Leid, noch jahrelang vom Marokkanischen Staat beobachtet, verfolgt, belauscht, kommt ihr unsere Welt gekünstelt vor. Wir, die Freien, verkleiden uns, spielen jeden Tag Theater, laufen der Zeit hinterher, schreibt sie. Sie stellt plötzlich fest, „das ihr inneres Leben tausendmal reicher und intensiver war im Gefängnis„, als das der „freien Menschen“ draussen!

Malika lebte unfreiwillig als Kind im Königshaus. Über Hassan II sagte sie:

„He didn’t really feel like a father, but he was part of my life and it felt like he was going with my honour and my dignity. I tried not think about me, but I thought of my country. I tried to forget what had happened.
All democracies have black pages in their history and, if you really love your country, you must turn the pages. It is not the time for Morocco to confront the truth, but we must look forward and not look back. It is terrible for people like me who lived in torture and in prison, if you love your country you must look forward and not dwell in the past.“

(Foto Quelle: berichtenuithetverleden.wordpress.com) zeigt Malika Oufkir und ihre wundervollen und starken Geschwister im Gefängnis…

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Hier beginnt und endet die Geschichte meiner Protagonistin…

Die liebevollsten und warm-herzigsten Jahre ihres Lebens verbringt sie in Punta Paloma in der Provinz Cádiz. Ihre Erinnerungen an den geliebten Schoss ihrer Mutter, ihr wallender Rock, hinter dem sie sich versteckte, ihr gemeinsames Lachen, der leise Wind, der durch ihr Haar strich, die grosse Düne hinter ihnen, lässt sie weinen. Die Erinnerungen an sie. Kleine, grosse, dicke, unendlich viele Tränen sind geflossen. Ihr Schrei erstickt im Wind…

Sie blickt voller Anmut und Sehnsucht in die blauen und transparenten Wellen. Ihre Träume schweifen davon, die Nostalgie bringt sie noch um, Trost findet sie nur in der Flaschenpost, die an ihre Füsse geschwemmt wird. Am 12. Oktober. Glaubt sie an Schikcsal, an Fortuna? Glaubt sie an Zeichen?

Sie ist neugierig, wissbegierig, berührt, ängstlich, forsch, hart und schwach. Was werden die Wellen ihr noch zu Füssen legen? Was wird der Wind in ihr Ohr flüstern, was ihr Herz ihr sagen? Wo ist das Glück? Wo geht die Reise hin?

Die ungewisse, leidenschaftliche Reise geht unendlich weiter …

maya

Die verspätete Reise…

…nicht nur durch die Fussball-Weltmeisterschaft richtet sich der internationale Blick auf dieses wundervolle Afrika, auch ich habe den Traum, Afrika zu durch queren. 2004 sollte eine Reise nach Marrakech/ Marokko erfolgen. 2010 war ich da!

Dem Sonnenuntergang entgegen beobachtete mich Jimmy, mein Kamel, und führte mich durch die Zauberwelt der Sahara im Süden Marokkos. Der arabische Name Sahara bedeutet Wüste, die grösste Wüste der Erde.

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Die Welt möchte von mir erobert werden – vorher betöre ich mich mit Klängen + ungewöhnlichen Expressionen Afrikas…

…und mit Angelique Kidjo !!! MOVE ON UP

Hindri Zahra ist wie der Geist aus der Flasche in der Wunderwelt der Musik aufgetaucht! Die Wurzeln der bildhübschen Französin liegen bei den Berbern und den Tuareg, wurde in Marokko geboren, was ihren Musikstil sehr prägt. Blues, Jazz, orientalische Musik bestimmen ihren Rhytmus, sowie die traditionelle Musik der Gnawa, Bob Dylan, Reggae und die populärsten Melodien Ägyptens. Mit ihrer sanften und rauen Stimme ist sie ein Genuss für die Sinne: „Beautiful Tango“ von Hindri Zahra…