Archiv für das Tag 'Liebe'

Die Zukunft ist ungewiss. Sie spielt auch keine Rolle, du lebst im Jetzt, im Heute.

Christoph Schlingensief hat in seinem ersten Leben so lange auf die Menschen die ihn mochten klug eingeredet, sie verletzt, erniedrigt, bis sie ihn nicht mehr mochten. Er war tot-unglücklich und einsam, sagte er im Interview! Dann kam die Krebsdiagnose! Sterben wie Anette und Judith? Leben? Plötzlich kam die Liebe zu ihm und wollte einfach nicht mehr gehen. Er schickte sie 3 mal fort, sie blieb. Die Frau seines Lebens.

Sein zweites Leben, heute, ist sein profundes. Er fühlt, er erkennt, er spürt Glück, er kämpft, er ist achtsam, er lässt die Liebe fliessen. Er spürt was er nie spürte. Und die Menschen bleiben. Die Liebe bleibt, das Glück bleibt, die Hoffung bleibt.

Christophs Geschichte erinnert mich an mein Leben: Zwei Menschen mit Krebsdiagnose waren in meinem Leben ganz nah bei mir. Der erste Mensch, der wichtigste, fühlte vorher und fühlte nachher noch intensiver. Auch hier floss die Liebe, das gemeinsame Leben, das eigene Sein. Bis zum Tod. Der zweite Mensch liess nicht fliessen. Der Fluss wurde stückchen-weise zerstückelt. Es gab kein eigenes Sein mehr. Es gab kein Glück. Das hält keiner aus. Es lähmte mich damals 3 Monate.

Glücksmomente schenken mir aufwühlend-schöne Filme wie „Buddhas Lost Children“, ein Film, der zeigt, wie Glück durch einen Menschen entsteht und an viele weiter gegeben wird. Glück ist nicht universell, es entsteht nur in dir selber:

maya

Zeitreise hin und zurück

Der erste Blick war Neugierde.
Der zweite Blick war Kennenlernen.
Der dritte Blick war Hinterherschauen.
Der vierte Blick war Suchen.
Der fünfte Blick war Warten.
Der sechste Blick war Wiedersehen.
Der siebte Blick war Herzklopfen.
Der achte Blick war Festhalten.
Der neunte Blick war Mitkommen.
Der zehnte Blick war Bleiben.
Der elfte Blick war Vertrauen.
Der zwölfte Blick war Turbulenz.
Der dreizehnte Blick war Tiefe.
Der vierzehnte Blick war Liebe.
Der fünfzehnte Blick war Eins.
Der sechzehnte Blick war Ewigkeit.

Der siebzehnte Blick war Abschied !

Für dich werde ich „bald“ dieses Lied auf meinem Piano spielen, was uns begleitet hat. Norah Jones „Don’t know why“ :

Sehr beeindruckend finde ich den neuen blog Artikel von Jellytwitts aka Jutta Westphal, zu dem Thema Pecha Kucha Night Cologne.

Jellytwitts erwähnt einen sogenannten „Martin van de Loo“, und dessen skurile und doch so authenisch mitten im Leben stehende Webside „Der Hahn ist tot“!

Ich greife sein Thema auf: Gegen Pelze! und fordere alle PelzträgerInnen auf, nach zu denken, was sie am Leib tragen, wieviel Schmerzen sie persönlich der Tierwelt – aber auch sich selber – zufügen und wie verantwortungslos sie handeln.

Wir Menschen, die unfertige und unreife Art, können von Tieren noch so viel lernen, was uns z. B. Wölfe zeigen. Und wir schlachten sie einfach ab…

Klick bitte auf das Bild und siehe hin (Foto Quelle):

Paartherapeuten reden darüber. Trainer, geschulte Coaches unterstützen bei dem Thema. Unzählige Literatur greift das Thema auf, beschreibt, erklärt, sucht. Glückliche Menschen reden darüber, wenn sie sie erfahren: Die Liebe!

Authentisch und tief bewegend beschreibt Clarissa Pinkola Estés in „Die Wolfsfrau“, wie man „sich dem Werden, Vergehen und Neuwerden der Liebe stellt“. Es folgt ein besonderer Ausschnitt aus diesem Buch:

Wölfe pflegen gute Beziehungen zueinander, dass weiss jeder, der die Verbindungen in einem Rudel jemals über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet hat. Wenn sich ein Wolfspärchen zusammentut, dann fast immer fürs ganze Leben. Obwohl sie sich zanken und ihre Differenzen manchmal unverholen bissig austragen, überstehen ihre Beziehungen die härtesten Winter und auch sonst alles, was die vier Jahreszeiten an Wachstum, Bereicherungen und Verlusten mit sich bringen. Die menschlichen Bedürfnisse im Hinblick auf Beziehungen sehen nicht anders aus.

Während die Wölfe instinktiv treu sind und ein Leben lang zueinander halten, haben Menschen manchmal Schwierigkeiten in dieser Hinsicht. Um mit archetypischen Begriffen zu beschreiben, was der unverbrüchlichen Stärke von Wolfsbeziehungen zugrunde liegt, könnte man sagen, dass die Integrität ihrer Beziehungen auf ihre bedingungslose Unterwerfung unter die Leben/ Tod/ Leben-Natur zurückzuführen ist. Wenn ich von der „Leben/ Tod/ Leben-Natur“ spreche, dann meine ich den ewigen Zyklus von Entstehung von Leben, Entwicklung, Abbau und Tod, auf welchen wieder neues Leben folgt. Diesen Kreislauf gibt es auf allen Existenzebenen.

….Alle Erscheinungsformen im Universum…vergehen und entstehen wieder neu in einem ewigen Kreis.

Wölfe zeigen, dass es möglich ist, den unaufhörlichen Leben/ Tod/ Leben-Zyklus der Natur mit Anmut und Erfindungsreichtum zu begegnen und über alle Schicksalsschläge hinweg zu seinem Lebensgefährten zu halten.

Den Menschen wird solche Treue, solche Weisheit und Ausdauer nicht in die Wiege gelegt.

…Viele Liebesbeziehungen scheitern an der Unfähigkeit eines oder beider Partner, der Skelettfrau ins Gesicht zu sehen und ihre einzelnen Teile behutsam zu entwirren.

…Um lieben zu können, muss man nicht nur stark sein, sondern auch weise. Die Stärke kommt vom Geist. Die Weisheit kommt von der Skelettfrau.“

Ein jeder muss für sich im Leben erkennen, was für einen „Schatz“ er an der Angel hat. Erkennt man es nicht, wird der Schatz achtlos wieder weggeschmissen, weil man sich den Ängsten, den Problemen, den Bissen, den Instinkten, den Gegensätzen… nicht stellt.

Alles sollte im Fluss sein…