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Der Dokumentar-Filmemacher Uli Stelzner präsentiert in seinem neuen Film „La Isla“ den unfassbar grausamen Völkermord an den Mayas in Guatemala von 1960 an. Über 36 Jahre tobte ein brutaler Bürgerkrieg zwischen Militärs und der Guerilla, mehr als 200.000 Menschen, überwiegend Mayas, wurden verschleppt und ermordet. In einem zufällig wiederentdeckten, geheimen Polizeiarchiv durfte Uli Stelzner recherchieren und war zutiefst erschüttert, was er vorfand und aufdeckte! Ein traumatisiertes Volk der Mayas

Völkermorde erfolgen nicht spontan! Sie werden von einigen Wenigen gut vorbereitet!

Durch seinen Film rüttelt er eine ganze Generation in Guatemala auf, die wie in einer Luftblase lebte: ahnungslos und fernab der brutalsten Ereignisse in der westlichen Hemispäre erfahren die Jugendlichen heute, was damals geschah.

Der Trailer zu dem Film „La Isla“, der schon zur Premiere seine Brisanz zeigte: Die Eliten des Landes und die ältere Generation will den Völkermord verschweigen, es gab Bombendrohung an dem Tag und der Strom wurde gekappt. Der Film wurde trotz allem gezeigt…

Die Vergangenheit kann so schmerzvoll sein!

Die Zukunft ist ungewiss. Sie spielt auch keine Rolle, du lebst im Jetzt, im Heute.

Christoph Schlingensief hat in seinem ersten Leben so lange auf die Menschen die ihn mochten klug eingeredet, sie verletzt, erniedrigt, bis sie ihn nicht mehr mochten. Er war tot-unglücklich und einsam, sagte er im Interview! Dann kam die Krebsdiagnose! Sterben wie Anette und Judith? Leben? Plötzlich kam die Liebe zu ihm und wollte einfach nicht mehr gehen. Er schickte sie 3 mal fort, sie blieb. Die Frau seines Lebens.

Sein zweites Leben, heute, ist sein profundes. Er fühlt, er erkennt, er spürt Glück, er kämpft, er ist achtsam, er lässt die Liebe fliessen. Er spürt was er nie spürte. Und die Menschen bleiben. Die Liebe bleibt, das Glück bleibt, die Hoffung bleibt.

Christophs Geschichte erinnert mich an mein Leben: Zwei Menschen mit Krebsdiagnose waren in meinem Leben ganz nah bei mir. Der erste Mensch, der wichtigste, fühlte vorher und fühlte nachher noch intensiver. Auch hier floss die Liebe, das gemeinsame Leben, das eigene Sein. Bis zum Tod. Der zweite Mensch liess nicht fliessen. Der Fluss wurde stückchen-weise zerstückelt. Es gab kein eigenes Sein mehr. Es gab kein Glück. Das hält keiner aus. Es lähmte mich damals 3 Monate.

Glücksmomente schenken mir aufwühlend-schöne Filme wie „Buddhas Lost Children“, ein Film, der zeigt, wie Glück durch einen Menschen entsteht und an viele weiter gegeben wird. Glück ist nicht universell, es entsteht nur in dir selber:

maya

And the winner is…..MILK

Aufwühlend, mitreissend, unwahrscheinlich sensibel zeigt sich Sean Penn in der Rolle von Harvey Milk im Film MILK. Bewundernswert, was Milk in seinem „kurzen“ Leben erreicht hat.

Am 22. Februar 2009, kurz nach der Oskarverleihung an Sean Penn für Milk, sass ich in San Francisco in Castro im ehemals Theater, heute atemberaubenden Kino und wurde von der Flut der Gefühle während des Films mitgerissen.

Siehe selber, Trailer des Films MILK: