WDR 5 ist im Auto mein Kultsender. Ihm gehört meine volle Konzentration, vor allem bei dem heutigen Thema bei -Leonardo, Wissenschaft und mehr-… „Frauen sind ganz anders krank“!

Die Medizin macht eklatante Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern, sagt Regine Hauch, was im Ernstfall das Leben kostet. Frauen sind von Natur aus schmerz-resistenter, was gefährlich ist. Sie ignorieren zum einen Schmerzen, bis es nicht mehr geht. Männer hingegen spüren sofort und sehr leidvoll. Das rettet ihnen meistens das Leben. Zum anderen weisen beide Geschlechter z. B. kurz vor einem Herzinfakt unterschiedliche Symptome auf, während die Beschwerden der Frau nicht immer Ernst genommen werden, laut SWR TV. Quintessenz: „falsche Diagnose, falsche Therapie, höhere Sterblichkeit„. Besteht hier ein Gender-gap bei der ärztlichen Behandlung, der dringend geschlossen werden müsste?

Die Statistik zeigt erschreckend viele Fälle von Fehldiagnosen bei Frauen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, berichtet Dana Nowak vom SWR TV.

Zwei aussergewöhnliche Wissenschaftlerinnen, Frau Prof. Dr. Anita Rieder, Medizinische Universität Wien, Institut für Sozialmedizin und Frau Prof. Dr. Brigitte Lohff, Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin haben massgeblich den Begriff Gender-Forschung, bzw. Gender-Medizin geprägt. Hoch interessant ist ihr Buch:

Anita Rieder, Brigitte Lohff (Hrsg.):
GENDER-MEDIZIN
Geschlechtsspezifische Aspekte für die klinische Praxis
Springer-Verlag, Wien-New York 2004. 443 S., 59 Abb., € 59,80.
ISBN 3-211-00766-0

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben