Monatsarchiv für Februar 2010

Die Zukunft ist ungewiss. Sie spielt auch keine Rolle, du lebst im Jetzt, im Heute.

Christoph Schlingensief hat in seinem ersten Leben so lange auf die Menschen die ihn mochten klug eingeredet, sie verletzt, erniedrigt, bis sie ihn nicht mehr mochten. Er war tot-unglücklich und einsam, sagte er im Interview! Dann kam die Krebsdiagnose! Sterben wie Anette und Judith? Leben? Plötzlich kam die Liebe zu ihm und wollte einfach nicht mehr gehen. Er schickte sie 3 mal fort, sie blieb. Die Frau seines Lebens.

Sein zweites Leben, heute, ist sein profundes. Er fühlt, er erkennt, er spürt Glück, er kämpft, er ist achtsam, er lässt die Liebe fliessen. Er spürt was er nie spürte. Und die Menschen bleiben. Die Liebe bleibt, das Glück bleibt, die Hoffung bleibt.

Christophs Geschichte erinnert mich an mein Leben: Zwei Menschen mit Krebsdiagnose waren in meinem Leben ganz nah bei mir. Der erste Mensch, der wichtigste, fühlte vorher und fühlte nachher noch intensiver. Auch hier floss die Liebe, das gemeinsame Leben, das eigene Sein. Bis zum Tod. Der zweite Mensch liess nicht fliessen. Der Fluss wurde stückchen-weise zerstückelt. Es gab kein eigenes Sein mehr. Es gab kein Glück. Das hält keiner aus. Es lähmte mich damals 3 Monate.

Glücksmomente schenken mir aufwühlend-schöne Filme wie „Buddhas Lost Children“, ein Film, der zeigt, wie Glück durch einen Menschen entsteht und an viele weiter gegeben wird. Glück ist nicht universell, es entsteht nur in dir selber: