Monatsarchiv für März 2009

Kourosh Dini „erzählt“ auf seinem Piano eine ungewöhnliche Geschichte.

Erinnerungen, aus der Kindheit, sie begleiten bewusst oder unbewusst durch das Leben. Sie können 20, 30, 40 Jahre alt sein, das Herz hält sie immer umschlossen. Plötzlich stehen sie vor einem, ausgelöst durch etwas, was verborgene, tiefe Gefühle hervorholt. Ungewohnte Gefühle sind plötzlich da, eine unbekannte Vertrautheit stellt sich ein, oder aber auch Trauer, Schmerz, Verlassenheit. So, wie das Leben einen prägte bzw. wie man sein Leben prägt…

All the Books in the World:

maya

Bohème Elina

Elina Garanca, Mezzosopran, was für eine wundervolle Frau! Am 20. März war sie in der Tonhalle in Düsseldorf 😉

Ein unglaublicher Genuss, Aria Cantilena (Bachianas Brasileiras nº 5)

Sehr beeindruckend finde ich den neuen blog Artikel von Jellytwitts aka Jutta Westphal, zu dem Thema Pecha Kucha Night Cologne.

Jellytwitts erwähnt einen sogenannten „Martin van de Loo“, und dessen skurile und doch so authenisch mitten im Leben stehende Webside „Der Hahn ist tot“!

Ich greife sein Thema auf: Gegen Pelze! und fordere alle PelzträgerInnen auf, nach zu denken, was sie am Leib tragen, wieviel Schmerzen sie persönlich der Tierwelt – aber auch sich selber – zufügen und wie verantwortungslos sie handeln.

Wir Menschen, die unfertige und unreife Art, können von Tieren noch so viel lernen, was uns z. B. Wölfe zeigen. Und wir schlachten sie einfach ab…

Klick bitte auf das Bild und siehe hin (Foto Quelle):

Paartherapeuten reden darüber. Trainer, geschulte Coaches unterstützen bei dem Thema. Unzählige Literatur greift das Thema auf, beschreibt, erklärt, sucht. Glückliche Menschen reden darüber, wenn sie sie erfahren: Die Liebe!

Authentisch und tief bewegend beschreibt Clarissa Pinkola Estés in „Die Wolfsfrau“, wie man „sich dem Werden, Vergehen und Neuwerden der Liebe stellt“. Es folgt ein besonderer Ausschnitt aus diesem Buch:

Wölfe pflegen gute Beziehungen zueinander, dass weiss jeder, der die Verbindungen in einem Rudel jemals über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet hat. Wenn sich ein Wolfspärchen zusammentut, dann fast immer fürs ganze Leben. Obwohl sie sich zanken und ihre Differenzen manchmal unverholen bissig austragen, überstehen ihre Beziehungen die härtesten Winter und auch sonst alles, was die vier Jahreszeiten an Wachstum, Bereicherungen und Verlusten mit sich bringen. Die menschlichen Bedürfnisse im Hinblick auf Beziehungen sehen nicht anders aus.

Während die Wölfe instinktiv treu sind und ein Leben lang zueinander halten, haben Menschen manchmal Schwierigkeiten in dieser Hinsicht. Um mit archetypischen Begriffen zu beschreiben, was der unverbrüchlichen Stärke von Wolfsbeziehungen zugrunde liegt, könnte man sagen, dass die Integrität ihrer Beziehungen auf ihre bedingungslose Unterwerfung unter die Leben/ Tod/ Leben-Natur zurückzuführen ist. Wenn ich von der „Leben/ Tod/ Leben-Natur“ spreche, dann meine ich den ewigen Zyklus von Entstehung von Leben, Entwicklung, Abbau und Tod, auf welchen wieder neues Leben folgt. Diesen Kreislauf gibt es auf allen Existenzebenen.

….Alle Erscheinungsformen im Universum…vergehen und entstehen wieder neu in einem ewigen Kreis.

Wölfe zeigen, dass es möglich ist, den unaufhörlichen Leben/ Tod/ Leben-Zyklus der Natur mit Anmut und Erfindungsreichtum zu begegnen und über alle Schicksalsschläge hinweg zu seinem Lebensgefährten zu halten.

Den Menschen wird solche Treue, solche Weisheit und Ausdauer nicht in die Wiege gelegt.

…Viele Liebesbeziehungen scheitern an der Unfähigkeit eines oder beider Partner, der Skelettfrau ins Gesicht zu sehen und ihre einzelnen Teile behutsam zu entwirren.

…Um lieben zu können, muss man nicht nur stark sein, sondern auch weise. Die Stärke kommt vom Geist. Die Weisheit kommt von der Skelettfrau.“

Ein jeder muss für sich im Leben erkennen, was für einen „Schatz“ er an der Angel hat. Erkennt man es nicht, wird der Schatz achtlos wieder weggeschmissen, weil man sich den Ängsten, den Problemen, den Bissen, den Instinkten, den Gegensätzen… nicht stellt.

Alles sollte im Fluss sein…

maya

Menstruation -the Moon

Alte – politisch gefärbte (?) – Studien sagten, dass Frauen nicht studieren können, weil die Menstruation die Leistungsfähigkeit der Frauen einschränke und sie deshalb nicht mit der Härte des intellektuellen Lebens umgehen können. Interessante, männliche Gedanken.

Kann es sein, dass Religion, Wissenschaft, Politik… wollen, dass Frauen unglücklich sind bzw. sich nicht gut fühlen? Frauen fangen an, die Macht der Menstruation zu verstehen. Sie versuchen, während der Phase den Mond (interessant ist jetzt der Gedanke an „Die Wolfsfrau“) in sich zu spüren, stellen sich vor, einmal im Monat in direktem Kontakt zum Universum zu stehen.

Wiederkehrend, Schmerzen. Die Psyche ist verändert, was oft von der Welt aussen vor gelassen wird. Sie ist traurig, gereizt, hyper-sensibel, verletzbar. In dem Moment arbeitet die emotionale Intelligenz sehr intensiv, was die Frau lernt zu würdigen. Ihre Spiritualität ist verstärkt.

In Mesopotamien gibt es noch eine alte, fast vergessene Technik, heute ein heiliges Wissen, wie Frauen schmerzlos gebären und schmerzfrei während ihrer Menstruation leben.

Die Frau begreift, das ihr Schicksal die Biologie, ihr Körper ist. Sie begreift, sie lernt und nimmt wahr. Und ist stark.

Fly me to the moon…Julie London 😉

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